Die Ausbildung steht an – aber du fragst dich, wie viel Cash dabei eigentlich rumkommt? Wir erklären, welche Faktoren dabei wichtig sind.
Du bist ready, in der Ausbildung durchzustarten, aber noch am Überlegen, in welche Richtung es gehen soll? Klare Sache: Natürlich soll dir deine Ausbildung taugen, aber das Geld spielt bei dieser Entscheidung schon auch eine Rolle. Wie viel du verdienst, ist je nach Beruf und Branche unterschiedlich – und kann auf den ersten Blick maximal verwirrend sein. Wir erklären, wie viel Cash in der Ausbildung wirklich drin ist und worauf es dabei ankommt.
Was entscheidet über mein Ausbildungsgehalt?
Wie viel Gehalt du in der Ausbildung verdienst, hängt von verschiedenen Punkten ab: Branche, Region, und – ganz wichtig – Tarifvertrag und Tarifbindung des Unternehmens. Du bist erstmal confused von diesen Begriffen? Keine Sorge! Das bedeutet: Für bestimmte Branchen gibt es bestimmte tarifliche Regelungen, wie viel ihre Azubis verdienen. Ist dein Future-Ausbildungsplatz tarifgebunden, heißt das also: Alle Azubis im Unternehmen bekommen gleich viel Gehalt, unabhängig von ihrem Ausbildungsplatz. Ob es für deine zukünftige Branche eine Tarifbindung gibt, kannst du mithilfe dieser Übersicht der IHK Schwaben herausfinden.
Aber was ist, wenn dein zukünftiges Unternehmen keinen Tarifvertrag hat? Dann ist es möglich, das in der Branche übliche Gehalt für Azubis um bis zu 20 Prozent zu senken. Das ist zwar doof, aber gesetzlich erlaubt – solange die Mindestausbildungsvergütung nicht unterschritten wird. Die beträgt seit Oktober 2025 724 Euro im ersten Ausbildungsjahr, 854 Euro im zweiten Jahr, 977 im dritten Jahr und 1014 Euro im vierten Jahr. Frag am besten deine Ansprechperson, wie es in deinem Unternehmen so aussieht. Machst du deine Ausbildung in einem Berufsfeld, für das es gar keine tariflichen Regelungen gibt, bekommst du auch die Mindestausbildungsvergütung.
Welche Ausbildungen bringen am meisten Geld?
Diese ganzen verwirrenden Richtlinien zeigen: Es ist gar nicht so einfach, eindeutig herauszufinden, welche Ausbildungsberufe am besten verdienen. Denn manchmal kann es dank fehlender Tarifbindung und Co. auch in denselben Branchen zu großen Unterschieden kommen. Viele Unternehmen strugglen außerdem mit Fachkräftemangel und wollen deswegen besonders viele Azubis anziehen – zum Beispiel durch übertarifliche Bezahlung oder andere Benefits wie Wohn- oder Fahrtzuschüsse.
Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat auf seiner Website eine Übersicht erstellt, wie viel Durchschnittsgehalt du je nach Region in verschiedenen Ausbildungen verdienst (Stand: 2024). Diese Liste verschafft zwar trotzdem noch keine garantierte Antwort auf die Frage nach dem Geld, aber liefert zumindest einen groben Überblick. Besonders entspannt ist die Lage auf deinem Konto zum Beispiel in diesen Ausbildungsberufen: Bankkaufkraft, Fachangestellte:r für Arbeitsmarktdienstleistungen, Kaufkraft für Versicherungen und Finanzanlagen, Milchtechnolog:in oder Wasserbauer:in. Am anderen Ende der Übersicht finden sich dagegen Berufe wie Bäcker:in , Friseur:in, Glaser:in, Raumausstatter:in oder Tischler:in.
Du willst wissen, was bei deinem Ausbildungsplatz drin ist?
Bei unserer Ausbildungssuche findest du nicht nur freie Ausbildungsplätze und passende Berufe, sondern auch Angaben zum Ausbildungsgehalt. So kannst du verschiedene Ausbildungsberufe direkt miteinander vergleichen und herausfinden, welche Ausbildung zu dir und deinen Gehaltsvorstellungen passt.