Ein Volontariat als Videojournalist:in (m/w/d) ist ein praxisorientierter Einstieg in den Journalismus mit Schwerpunkt auf Video, Bewegtbild und digitalen Medien. Volontär:innen lernen, journalistische Themen zu recherchieren, Geschichten zu entwickeln, Interviews zu führen, Aufnahmen zu erstellen und Beiträge für verschiedene Medienkanäle zu produzieren.
Das Volontariat unterscheidet sich von einer klassischen dualen Berufsausbildung. Es handelt sich in der Regel um eine redaktionelle Berufsausbildung im Unternehmen, deren Inhalte und Dauer vom jeweiligen Medienunternehmen abhängen. Je nach Arbeitgeber kann das Volontariat beispielsweise bei einem Fernsehsender, einem Verlag, einer Nachrichtenredaktion, einem Online-Medium oder einer Medienagentur stattfinden.
Videojournalist:innen verbinden journalistisches Arbeiten mit Kamera-, Ton- und Schnittkenntnissen. Sie recherchieren eigenständig Themen, planen Drehs, führen Interviews und erstellen fertige Videobeiträge. Gleichzeitig müssen sie journalistische Standards, Persönlichkeitsrechte, Urheberrecht und redaktionelle Vorgaben beachten.
Videojournalist:innen bereiten Informationen und Geschichten so auf, dass sie für Zuschauer:innen und Nutzer:innen verständlich und interessant sind. Dabei arbeiten sie häufig eigenständig und übernehmen mehrere Produktionsschritte. Von der ersten Recherche über die Aufnahme bis zum fertigen Beitrag können zahlreiche Aufgaben in einer Person zusammenlaufen.
Am Anfang steht die Themenrecherche. Videojournalist:innen beobachten aktuelle Entwicklungen, recherchieren Hintergründe, prüfen Informationen und entwickeln daraus eine journalistische Geschichte. Anschließend planen sie Interviews, Drehtermine und die benötigte technische Ausrüstung.
Beim Dreh führen sie Interviews, filmen Personen, Orte und Ereignisse und achten auf Bildgestaltung, Licht und Ton. Nach den Aufnahmen sichten sie das Material und wählen geeignete Sequenzen aus. Anschließend schneiden und vertonen sie den Beitrag und bereiten ihn für die Veröffentlichung auf dem jeweiligen Kanal vor.
Je nach Redaktion arbeiten Videojournalist:innen außerdem an Livestreams, Social-Media-Videos, Reportagen, Nachrichtenbeiträgen, Erklärvideos oder kurzen mobilen Videoformaten.
Der Arbeitsplatz ist nicht auf einen Schreibtisch in der Redaktion beschränkt. Videojournalist:innen sind häufig bei Drehs unterwegs und arbeiten an wechselnden Orten. Dazu können Innenräume, öffentliche Plätze, Veranstaltungen, Unternehmen oder Einsatzorte aktueller Ereignisse gehören.
Für ein Volontariat als Videojournalist:in (m/w/d) gibt es keine bundesweit einheitlich vorgeschriebene Zugangsvoraussetzung wie bei einem staatlich geregelten Ausbildungsberuf. Medienunternehmen legen selbst fest, welche Voraussetzungen Bewerber:innen erfüllen müssen.
Viele Redaktionen erwarten eine gute Allgemeinbildung, ausgeprägtes Interesse an aktuellen Themen und erste journalistische Erfahrungen. Ein Studium oder eine andere journalistische Vorbildung kann hilfreich sein, ist aber nicht bei jedem Volontariat zwingend erforderlich. Praktika, freie Mitarbeit, eigene journalistische Projekte oder ein aussagekräftiges Portfolio können ebenfalls eine wichtige Rolle spielen.
Für ein Videojournalismus-Volontariat sind außerdem technische Grundkenntnisse von Vorteil. Bewerber:innen sollten Interesse an Kamera, Ton, Videoschnitt und digitalen Medien haben. Gleichzeitig darf die Technik nicht im Mittelpunkt stehen: Entscheidend ist die Fähigkeit, relevante Geschichten journalistisch zu erkennen und verständlich zu erzählen.
Ein Volontariat ist keine klassische duale Ausbildung mit bundesweit einheitlicher Ausbildungsordnung. Dauer, Inhalte und Ablauf werden vom jeweiligen Medienunternehmen festgelegt. Häufig dauert ein journalistisches Volontariat etwa 18 bis 24 Monate.
Die Ausbildung findet überwiegend im Betrieb statt. Volontär:innen durchlaufen häufig verschiedene redaktionelle Bereiche und lernen dabei unterschiedliche journalistische Arbeitsweisen kennen. Ergänzend können interne oder externe Seminare und journalistische Schulungen stattfinden.
Bei einem Volontariat mit Schwerpunkt Videojournalismus stehen neben journalistischen Grundlagen auch Kamera, Ton, Licht, Videoschnitt und digitale Veröffentlichung im Mittelpunkt.
Die genaue Dauer richtet sich nach dem jeweiligen Arbeitgeber. Ein Volontariat kann beispielsweise mit einer Einführung in die redaktionellen Abläufe beginnen. Danach arbeiten Volontär:innen zunehmend selbstständig an eigenen Themen und Beiträgen.
Im Verlauf des Volontariats können verschiedene Ressorts durchlaufen werden. Dazu gehören beispielsweise Politik, Wirtschaft, Lokalnachrichten, Kultur, Sport oder Gesellschaft. Durch die unterschiedlichen Einsatzbereiche lernen Volontär:innen, wie journalistische Themen recherchiert, bewertet und für verschiedene Zielgruppen aufbereitet werden.
Bei einem Video-Schwerpunkt kommen praktische Produktionsphasen hinzu. Volontär:innen planen Drehs, führen Interviews, bedienen Kamera- und Tontechnik und erstellen anschließend eigene Videobeiträge.
Viele Medienunternehmen vermitteln zusätzlich Kenntnisse in Medienrecht, journalistischer Ethik, Recherchemethoden und redaktioneller Planung. Die konkreten Ausbildungsinhalte unterscheiden sich jedoch je nach Redaktion.
Ein Schwerpunkt des Volontariats liegt auf der praktischen Umsetzung journalistischer Geschichten. Videojournalist:innen müssen lernen, welche Bilder eine Geschichte sinnvoll unterstützen und wie Interviews verständlich und professionell aufgezeichnet werden.
Auch die technische Vorbereitung gehört dazu. Vor einem Dreh muss geprüft werden, ob Kamera, Mikrofon, Akkus, Speicherkarten und weiteres Equipment einsatzbereit sind. Während der Aufnahme müssen Bild und Ton kontrolliert werden.
Nach dem Dreh beginnt die Postproduktion. Das Material wird gesichtet, sortiert und geschnitten. Je nach Format werden zusätzliche Elemente wie Grafiken, Musik, Sprechertexte oder Untertitel eingesetzt.
Videojournalismus bedeutet nicht nur, gute Bilder zu produzieren. Journalist:innen tragen Verantwortung für die Informationen, die sie veröffentlichen. Deshalb müssen Aussagen und Quellen sorgfältig geprüft und Sachverhalte korrekt dargestellt werden.
Eine wichtige Rolle spielen außerdem Persönlichkeitsrechte und Datenschutz. Bei Aufnahmen von Personen, insbesondere in sensiblen Situationen, müssen rechtliche und redaktionelle Vorgaben berücksichtigt werden. Auch das Urheberrecht ist relevant, wenn fremdes Bild-, Video-, Musik- oder Tonmaterial verwendet wird.
Das Gehalt als Videojournalist:in (m/w/d) lässt sich nicht anhand einer bundesweit einheitlichen Ausbildungsvergütung bestimmen. Ein Volontariat ist keine staatlich geregelte Berufsausbildung mit einer einheitlichen Vergütung. Die Bezahlung wird daher vom jeweiligen Medienunternehmen und gegebenenfalls durch Tarifverträge geregelt.
Die Vergütung kann je nach Medienunternehmen, Region, Tarifbindung und Größe der Redaktion unterschiedlich ausfallen. Bewerber:innen sollten deshalb bereits im Bewerbungsverfahren klären, welche Vergütung während des Volontariats vorgesehen ist.
| Ausbildungsphase | Vergütung |
|---|---|
| Beginn des Volontariats | Abhängig vom Arbeitgeber und gegebenenfalls geltenden Tarifvertrag |
| Weitere Volontariatsphase | Abhängig vom Arbeitgeber und gegebenenfalls geltenden Tarifvertrag |
| Ende des Volontariats | Abhängig vom Arbeitgeber und gegebenenfalls geltenden Tarifvertrag |
Bei tarifgebundenen Medienunternehmen können tarifliche Regelungen eine Orientierung für die Vergütung bieten. Bei anderen Arbeitgebern wird die Bezahlung individuell beziehungsweise nach unternehmensinternen Regelungen vereinbart.
Nach dem erfolgreichen Abschluss können Videojournalist:innen beispielsweise als Redakteur:in, Reporter:in, Videojournalist:in oder in anderen redaktionellen Funktionen arbeiten. Das Einkommen hängt unter anderem von Position, Berufserfahrung, Arbeitgeber, Tarifbindung und Verantwortungsbereich ab.
Mit zunehmender Erfahrung können Videojournalist:innen anspruchsvollere Produktionen übernehmen oder sich auf bestimmte journalistische Themenbereiche spezialisieren. Auch technische oder leitende Aufgaben können sich als weitere berufliche Perspektive entwickeln.
Die Karriere als Videojournalist:in (m/w/d) kann in unterschiedliche Bereiche des modernen Journalismus führen. Bewegtbild spielt mittlerweile nicht nur im Fernsehen, sondern auch auf Nachrichtenwebsites, in Apps und sozialen Netzwerken eine wichtige Rolle.
Videojournalist:innen können sich beispielsweise auf Nachrichten, Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur, Wissenschaft oder Lokaljournalismus spezialisieren. Auch die Produktion von Reportagen, Dokumentationen, Erklärvideos oder digitalen Kurzformaten ist möglich.
Durch die zunehmende Bedeutung digitaler Medien verändern sich auch die Anforderungen an journalistische Fachkräfte. Neben klassischem Videojournalismus werden Kenntnisse in mobilen Produktionsmethoden, Social Media, Datenjournalismus und digitalen Veröffentlichungsformaten immer relevanter.
Auch eine Spezialisierung auf bestimmte journalistische Themen oder Produktionsbereiche ist möglich. Mit Berufserfahrung können zusätzliche Aufgaben in der redaktionellen Planung, Beitragsabnahme oder Produktionskoordination hinzukommen.
Ein Volontariat als Videojournalist:in (m/w/d) kann zu Schüler:innen und Berufseinsteiger:innen passen, die sich für Nachrichten, gesellschaftliche Themen und digitale Medien interessieren. Du solltest gerne recherchieren, Menschen interviewen und Geschichten mit Bildern erzählen.
Gleichzeitig solltest du bereit sein, dich intensiv mit Technik auseinanderzusetzen. Kamera, Mikrofon, Licht und Schnittprogramme gehören ebenso zum Arbeitsalltag wie Recherche, Text und redaktionelle Abstimmungen.
Flexibilität ist ebenfalls wichtig. Journalist:innen arbeiten häufig unter Zeitdruck und müssen auf aktuelle Ereignisse reagieren. Je nach Redaktion können außerdem frühe Arbeitszeiten, Abend- oder Wochenendtermine und kurzfristige Einsätze dazugehören.
Wenn du Journalismus, Video und digitale Medien miteinander verbinden möchtest, kann ein Volontariat im Videojournalismus ein geeigneter Einstieg sein. Der Weg bietet die Möglichkeit, journalistische Fähigkeiten systematisch aufzubauen, praktische Produktionserfahrung zu sammeln und verschiedene redaktionelle Arbeitsbereiche kennenzulernen.
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