Ausbildung als Elektroniker (m/w/d): Aufgaben, Gehalt und Karriere

Der Beruf Elektroniker (m/w/d) umfasst vielseitige Tätigkeiten rund um elektrische Anlagen, elektronische Systeme und moderne Gebäudetechnik. Elektroniker/-innen installieren elektrische Einrichtungen, nehmen technische Systeme in Betrieb, prüfen ihre Funktion und kümmern sich um Wartung und Reparatur. Sie sorgen dafür, dass Anlagen sicher arbeiten und technische Geräte zuverlässig genutzt werden können.

Wer eine Ausbildung zum Elektroniker (m/w/d) beginnen möchte, sollte wissen, dass es verschiedene Ausbildungsberufe mit unterschiedlichen Schwerpunkten gibt. Im Handwerk wird der Beruf Elektroniker/-in insbesondere in den Fachrichtungen Energie- und Gebäudetechnik sowie Automatisierungs- und Systemtechnik angeboten. Daneben gibt es eigenständige Ausbildungsberufe in der Industrie, beispielsweise Elektroniker/-in für Betriebstechnik oder Elektroniker/-in für Geräte und Systeme. Die Aufgaben und Ausbildungsinhalte unterscheiden sich je nach gewähltem Beruf.

Die handwerkliche Ausbildung zum Elektroniker beziehungsweise zur Elektronikerin dauert dreieinhalb Jahre und findet dual im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt. Während dieser Zeit werden elektrotechnische Grundlagen, praktische Montagearbeiten, Mess- und Prüfverfahren sowie der sichere Umgang mit elektrischen Anlagen vermittelt. Nach dem Abschluss bieten sich Beschäftigungsmöglichkeiten in Handwerksbetrieben, bei technischen Dienstleistern und in verschiedenen Industriezweigen.

Berufsbild: Was macht man als Elektroniker (m/w/d)?

Elektroniker/-innen planen, installieren, prüfen und warten elektrische Anlagen und Systeme. Welche Aufgaben im Arbeitsalltag überwiegen, hängt von der Fachrichtung und dem Betrieb ab. In der Energie- und Gebäudetechnik stehen beispielsweise Stromversorgung, Beleuchtung, elektrische Geräte und intelligente Gebäudesysteme im Mittelpunkt. In der Automatisierungs- und Systemtechnik geht es stärker um automatisierte Abläufe, Steuerungen und technische Systeme, die Maschinen oder Anlagen überwachen und regeln.

Zu Beginn eines Auftrags verschaffen sich Elektroniker/-innen einen Überblick über die technischen Anforderungen. Sie lesen Schaltpläne und Installationsunterlagen, planen die Arbeitsschritte und wählen geeignete Materialien und Werkzeuge aus. Anschließend montieren sie Bauteile, verlegen Leitungen, stellen elektrische Verbindungen her und konfigurieren technische Systeme. Nach der Installation kontrollieren sie die Funktion und prüfen, ob die vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen eingehalten werden.

Auch die Fehlersuche gehört zum Beruf. Funktioniert eine Anlage nicht wie vorgesehen, untersuchen Elektroniker/-innen mögliche Ursachen, messen elektrische Größen und überprüfen einzelne Komponenten. Anschließend beheben sie Fehler im Rahmen ihrer Qualifikation oder veranlassen weitere Maßnahmen. Sorgfalt ist dabei besonders wichtig, denn Fehler an elektrischen Anlagen können Menschen gefährden und Sachschäden verursachen.

Typische Aufgaben

  • Technische Unterlagen lesen: Schaltpläne, Installationspläne und Herstelleranleitungen verstehen und für die Arbeit nutzen.
  • Arbeiten vorbereiten: Arbeitsabläufe planen, Materialien zusammenstellen und geeignete Werkzeuge sowie Messgeräte auswählen.
  • Elektrische Anlagen installieren: Leitungen verlegen, Bauteile montieren und elektrische Anschlüsse fachgerecht herstellen.
  • Geräte und Systeme anschließen: Elektrische Betriebsmittel und elektronische Komponenten entsprechend den technischen Vorgaben verbinden.
  • Steuerungen einrichten: Je nach Fachrichtung Steuerungs- und Regelungssysteme installieren, konfigurieren und prüfen.
  • Gebäudetechnik einrichten: Beleuchtung, Stromversorgung und weitere elektrische Einrichtungen installieren und in Betrieb nehmen.
  • Messungen durchführen: Elektrische Größen erfassen und prüfen, ob Anlagen und Geräte ordnungsgemäß funktionieren.
  • Sicherheitsmaßnahmen kontrollieren: Schutzvorrichtungen und elektrische Schutzmaßnahmen überprüfen und relevante Vorschriften beachten.
  • Fehler suchen und beheben: Störungen systematisch eingrenzen, Ursachen feststellen und geeignete Reparaturen durchführen.
  • Anlagen warten: Technische Einrichtungen kontrollieren, Verschleiß erkennen und notwendige Instandhaltungsarbeiten durchführen.
  • Arbeiten dokumentieren: Prüfergebnisse, Einstellungen und durchgeführte Tätigkeiten nachvollziehbar festhalten.
  • Kund/-innen beraten: Je nach Tätigkeit Funktionen erklären, technische Lösungen abstimmen und Hinweise zur sicheren Nutzung geben.

Arbeitsorte und Branchen

Elektroniker/-innen arbeiten je nach Spezialisierung in Werkstätten, Produktionshallen, technischen Betriebsräumen, Wohn- und Geschäftsgebäuden oder direkt auf Baustellen. Bei Service- und Montageaufträgen können wechselnde Einsatzorte zum Arbeitsalltag gehören. Auch Tätigkeiten im Freien sind möglich, etwa bei Installationen an Gebäuden oder technischen Versorgungseinrichtungen.

  • Elektrohandwerk: Installation und Wartung elektrischer Anlagen in Wohnhäusern, Bürogebäuden und anderen Immobilien.
  • Gebäudetechnik: Einrichtung und Betreuung von Beleuchtung, Energieversorgung, Kommunikationstechnik und intelligenten Gebäudesystemen.
  • Automatisierungstechnik: Installation und Instandhaltung von Steuerungen und automatisierten technischen Systemen.
  • Industrieunternehmen: Betreuung elektrischer Betriebsmittel, Maschinen und Produktionsanlagen, abhängig vom konkreten Ausbildungsberuf.
  • Technische Dienstleistungsunternehmen: Montage, Wartung, Reparatur und Prüfung bei unterschiedlichen Auftraggebern.
  • Energieversorgung: Beschäftigungsmöglichkeiten in Unternehmen, die elektrische Versorgungsanlagen installieren oder betreiben.
  • Service und Kundendienst: Untersuchung von Störungen, Durchführung von Reparaturen und Unterstützung bei technischen Fragen.

 

Bei der Berufswahl ist wichtig, den genauen Ausbildungsberuf und die Fachrichtung zu prüfen. Ein Elektroniker beziehungsweise eine Elektronikerin im Handwerk arbeitet nicht automatisch an denselben Anlagen wie eine Fachkraft mit einer industriellen Elektroniker-Ausbildung. Die jeweilige Ausbildungsordnung und das Tätigkeitsprofil des Betriebs geben Aufschluss darüber, welche Aufgaben später im Mittelpunkt stehen.

Voraussetzungen für die Ausbildung

Für die handwerkliche Ausbildung zum Elektroniker (m/w/d) ist rechtlich kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Ausbildungsbetriebe entscheiden anhand ihrer Anforderungen, welche Bewerber/-innen sie einstellen. Ein Hauptschulabschluss oder ein mittlerer Schulabschluss kann den Einstieg ermöglichen. Gute Leistungen in Mathematik und Physik sind hilfreich, weil während der Ausbildung technische Zusammenhänge verstanden und elektrische Größen berechnet werden müssen.

Besonders wichtig sind technisches Interesse, handwerkliches Geschick und eine sorgfältige Arbeitsweise. Elektroniker/-innen müssen technische Probleme nachvollziehen, Bauteile präzise installieren und Sicherheitsregeln konsequent beachten. Je nach Einsatzgebiet arbeiten sie im Team, stimmen Aufgaben mit Kund/-innen ab oder müssen sich auf wechselnde Arbeitsorte einstellen.

Wichtige Fähigkeiten und Interessen

  • Technisches Verständnis: Interesse daran, wie elektrische Geräte, Anlagen und Steuerungen funktionieren.
  • Handwerkliches Geschick: Leitungen anschließen, Bauteile montieren und Werkzeuge sicher verwenden können.
  • Sorgfalt und Genauigkeit: Anschlüsse, Messwerte und Arbeitsschritte aufmerksam kontrollieren.
  • Verantwortungsbewusstsein: Sicherheitsvorschriften einhalten und Gefahren für Menschen und Anlagen vermeiden.
  • Logisches Denken: Technische Probleme analysieren und Fehler systematisch eingrenzen.
  • Räumliches Vorstellungsvermögen: Pläne und Zeichnungen in konkrete Montageschritte übertragen.
  • Teamfähigkeit: Mit Kolleg/-innen, anderen Gewerken und je nach Tätigkeit mit Kund/-innen zusammenarbeiten.
  • Kommunikationsfähigkeit: Arbeitsschritte erklären, technische Informationen weitergeben und Rückfragen klären.
  • Lernbereitschaft: Neue Geräte, digitale Werkzeuge und technische Entwicklungen kennenlernen.
  • Praktische Belastbarkeit: Je nach Arbeitsplatz auch im Stehen, auf Baustellen oder in beengten Bereichen arbeiten können.

Hilfreiche Schulfächer

  • Mathematik: Für Berechnungen, Formeln und den Umgang mit elektrischen Größen wie Spannung, Strom und Widerstand.
  • Physik: Für grundlegende Kenntnisse zu Elektrizität, Energie und technischen Zusammenhängen.
  • Werken und Technik: Für praktische Fertigkeiten, den Umgang mit Werkzeugen und das Verständnis technischer Konstruktionen.
  • Informatik: Für den Umgang mit digitalen Systemen, technischen Informationen und gegebenenfalls programmierbaren Steuerungen.
  • Deutsch: Für das Verstehen von Arbeitsanweisungen, die Dokumentation von Arbeitsergebnissen und die Kommunikation im Betrieb.

 

Ein Praktikum in einem Elektrohandwerksbetrieb oder in der technischen Abteilung eines Unternehmens kann bei der Berufswahl helfen. Dabei lässt sich herausfinden, ob die praktische Arbeit, die Sicherheitsanforderungen und die Arbeitsumgebung zu den eigenen Interessen passen. Vorkenntnisse in Elektrotechnik sind nicht zwingend erforderlich, wenn die Bereitschaft vorhanden ist, die notwendigen Grundlagen während der Ausbildung zu lernen.

Ausbildungsinfos

Die handwerkliche Ausbildung zum Elektroniker (m/w/d) ist eine staatlich anerkannte duale Berufsausbildung. Sie wird durch eine Ausbildungsordnung geregelt und findet im Ausbildungsbetrieb sowie in der Berufsschule statt. Die Ausbildung dauert in der Regel dreieinhalb Jahre. Innerhalb dieses Zeitraums werden allgemeine elektrotechnische Kompetenzen und die Kenntnisse der gewählten Fachrichtung vermittelt.

Dauer und Ablauf der Ausbildung

Die Ausbildungsdauer beträgt dreieinhalb Jahre. Im Betrieb lernen Auszubildende, wie elektrische Anlagen geplant, installiert, geprüft und instand gehalten werden. In der Berufsschule werden die fachtheoretischen Grundlagen vermittelt und durch allgemeinbildende Inhalte ergänzt. Je nach Ausbildungsorganisation findet der Unterricht an bestimmten Wochentagen oder in längeren Unterrichtsblöcken statt.

In den ersten Ausbildungsabschnitten stehen grundlegende Arbeitstechniken, technische Kommunikation und Arbeitssicherheit im Vordergrund. Auszubildende lernen, Werkzeuge und Messgeräte zu verwenden, technische Zeichnungen zu lesen und elektrische Größen zu verstehen. Im weiteren Verlauf übernehmen sie komplexere Aufgaben, die sich an der gewählten Fachrichtung orientieren.

In der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik geht es beispielsweise um Energieversorgungssysteme, elektrische Geräte, Gebäudesystemtechnik und die Prüfung gebäudetechnischer Anlagen. In der Fachrichtung Automatisierungs- und Systemtechnik stehen unter anderem Automatisierungssysteme, Steuerungen, Konfiguration und Inbetriebnahme im Mittelpunkt.

Was lernt man in der Ausbildung?

  • Arbeitsabläufe planen, organisieren und technische Informationen nutzen.
  • Schaltpläne, technische Zeichnungen und Herstellerunterlagen lesen und anwenden.
  • Werkzeuge, Messgeräte und Materialien passend zum Arbeitsauftrag auswählen.
  • Elektrische Bauteile, Baugruppen und Geräte montieren und installieren.
  • Leitungen und elektrische Anschlüsse fachgerecht herstellen.
  • Elektrische Anlagen und Geräte messen, analysieren und auf ihre Funktion prüfen.
  • Schutzmaßnahmen beurteilen und einschlägige Sicherheitsregeln einhalten.
  • Technische Fehler erkennen, Ursachen eingrenzen und Störungen beheben.
  • Steuerungen und Regelungen aufbauen und prüfen.
  • Je nach Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik oder Automatisierungssysteme installieren und konfigurieren.
  • Anlagen in Betrieb nehmen und ihre Funktion kontrollieren.
  • Wartungsarbeiten durchführen und technische Systeme instand halten.
  • Prüfergebnisse und Arbeitsabläufe dokumentieren.
  • Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte bei der Arbeit berücksichtigen.
  • Datenschutz und Informationssicherheit beachten, soweit sie für die jeweiligen technischen Systeme relevant sind.

Prüfungen und Abschluss

Die Ausbildung schließt mit einer Gesellenprüfung ab. Sie ist in zwei Teile gegliedert. Teil 1 findet im Verlauf der Ausbildung statt und überprüft grundlegende berufliche Fertigkeiten und Kenntnisse. Teil 2 wird am Ende der Ausbildung abgelegt und umfasst weitere praktische und schriftliche Prüfungsbereiche.

Je nach Fachrichtung und Prüfungsbereich müssen Auszubildende beispielsweise einen Kundenauftrag bearbeiten, technische Systeme entwerfen oder analysieren und ihre Kenntnisse in Wirtschafts- und Sozialkunde nachweisen. Die konkreten Anforderungen richten sich nach der geltenden Ausbildungsordnung. Nach bestandener Prüfung dürfen sie den entsprechenden Berufsabschluss führen.

Wer eine industrielle Ausbildung zum Elektroniker (m/w/d) anstrebt, sollte auf die genaue Berufsbezeichnung achten. Elektroniker/-in für Betriebstechnik, Elektroniker/-in für Geräte und Systeme und weitere industrielle Ausbildungsberufe besitzen eigene Ausbildungsordnungen und können andere Ausbildungsinhalte sowie Prüfungsabläufe haben.

Gehalt in der Ausbildung und danach

Das Gehalt als Elektroniker (m/w/d) hängt unter anderem vom Ausbildungsberuf, der Fachrichtung, dem Bundesland und dem jeweiligen Arbeitgeber ab. Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen einer Ausbildung im Elektrohandwerk und einer Ausbildung in der Metall- und Elektroindustrie. Für beide Bereiche können unterschiedliche Tarifverträge und Vergütungsregelungen gelten.

Ausbildungsvergütung

Während der dualen Ausbildung erhalten Auszubildende eine monatliche Vergütung. Die folgenden Werte dienen als Orientierung für die handwerkliche Ausbildung zum Elektroniker beziehungsweise zur Elektronikerin. Die tatsächliche Höhe kann je nach Region und Betrieb abweichen.

Ausbildungsjahr Monatliche Bruttovergütung
1. Jahr 800 bis 1.140 Euro
2. Jahr 854 bis 1.190 Euro
3. Jahr 977 bis 1.290 Euro
4. Jahr 1.014 bis 1.390 Euro

Die Werte sind beispielhafte monatliche Bruttobeträge und keine garantierte Vergütung für jeden Ausbildungsplatz. Die vierte Tabellenzeile bezieht sich auf das vierte Ausbildungsjahr, in dem bei einer dreieinhalbjährigen Ausbildung noch ein Teil der Ausbildungszeit liegt. In tarifgebundenen Betrieben richtet sich die Vergütung nach den jeweils geltenden Vereinbarungen. Außerdem gelten die gesetzlichen Regelungen zur Mindestausbildungsvergütung, soweit keine gesetzliche Ausnahme greift.

Vor Vertragsabschluss sollten Bewerber/-innen prüfen, welche Vergütung der Ausbildungsbetrieb anbietet und ob zusätzliche Leistungen vorgesehen sind. Auch Fahrtkosten, Arbeitskleidung und die Entfernung zur Berufsschule können bei der Planung der Ausbildung eine Rolle spielen.

Gehalt nach der Ausbildung

Nach bestandener Abschlussprüfung hängt das Gehalt als Elektroniker (m/w/d) stark von der konkreten Tätigkeit ab. Eine Fachkraft im Elektrohandwerk kann anders verdienen als eine Person, die in einem großen Industrieunternehmen arbeitet. Auch Berufserfahrung, Verantwortungsumfang, regionale Arbeitsmarktlage und Tarifbindung beeinflussen die Vergütung.

Ein einheitliches Einstiegsgehalt lässt sich deshalb nicht für alle Elektroniker/-innen angeben. Wer aktuelle Stellenangebote vergleicht, sollte auf die ausgeschriebene Fachrichtung, die verlangte Berufserfahrung und die Aufgaben achten. In tarifgebundenen Betrieben geben die jeweiligen Entgeltgruppen einen wichtigen Anhaltspunkt für die Vergütung.

Welche Faktoren beeinflussen das Gehalt?

  • Branche: Handwerk, Industrie und technische Dienstleistungsunternehmen können unterschiedliche Gehaltsstrukturen haben.
  • Tarifvertrag: Tarifgebundene Arbeitgeber orientieren sich an vereinbarten Entgeltgruppen und möglichen Zusatzleistungen.
  • Berufserfahrung: Mit zunehmender Erfahrung und Verantwortung können sich bessere Verdienstmöglichkeiten ergeben.
  • Fachrichtung: Die Kenntnisse und Aufgaben unterscheiden sich je nach Ausbildungsberuf und Spezialisierung.
  • Region: Die Vergütung kann je nach Bundesland, Standort und regionalem Arbeitsmarkt variieren.
  • Zusätzliche Qualifikationen: Weiterbildungen und besondere technische Kenntnisse können neue Aufgabenbereiche erschließen.
  • Arbeitszeit und Einsatzbedingungen: Schichtarbeit, Bereitschaftsdienste oder Montageeinsätze können sich abhängig vom Arbeitsvertrag auf die Gesamtvergütung auswirken.

Karriere und Zukunft

Elektrische Anlagen und Systeme sind in Gebäuden, Produktionsbetrieben und vielen technischen Einrichtungen unverzichtbar. Gleichzeitig verändern Digitalisierung, Automatisierung und die zunehmende Vernetzung von Geräten die Anforderungen an die Elektrotechnik. Fachkräfte müssen deshalb bereit sein, neue Systeme kennenzulernen und ihre Kenntnisse regelmäßig zu erweitern.

Nach der Ausbildung können Elektroniker/-innen zunächst praktische Berufserfahrung sammeln und sich auf bestimmte Tätigkeiten konzentrieren. Dazu gehören beispielsweise die Installation, die Instandhaltung, die Prüfung oder die technische Betreuung von Anlagen. Welche Entwicklungsmöglichkeiten bestehen, hängt vom Ausbildungsabschluss, den betrieblichen Aufgaben und den individuellen Voraussetzungen ab.

Weiterbildungsmöglichkeiten

  • Technische Spezialisierung: Vertiefung von Kenntnissen in Gebäudesystemtechnik, Automatisierung, Anlagenprüfung oder Instandhaltung.
  • Industriemeister/-in Elektrotechnik: Eine Weiterbildung für Fachkräfte, die technische Abläufe koordinieren und perspektivisch Führungsaufgaben übernehmen möchten. Die Zugangsvoraussetzungen sind vorab zu prüfen.
  • Techniker/-in der Fachrichtung Elektrotechnik: Eine weiterführende Qualifikation mit vertieften Kenntnissen für technische Planung, Entwicklung, Prüfung oder Betriebsorganisation.
  • Ausbildereignung: Mit entsprechender Qualifikation können Fachkräfte Auszubildende begleiten und an der betrieblichen Ausbildung mitwirken.
  • Technische/-r Fachwirt/-in: Eine Möglichkeit, technische Kenntnisse mit kaufmännischen und organisatorischen Aufgaben zu verbinden.
  • Studium der Elektrotechnik: Je nach Hochschulzugangsberechtigung kommen Studiengänge wie Elektrotechnik, Automatisierungstechnik oder Energietechnik infrage.
  • Weitere berufliche Qualifikationen: Je nach Ausgangsberuf können zusätzliche Lehrgänge zu Mess- und Prüftechnik, Steuerungssystemen oder Gebäudetechnik sinnvoll sein.

Digitalisierung und neue Technologien

Digitale Systeme gewinnen in der Elektrotechnik zunehmend an Bedeutung. Gebäude können mit vernetzten Steuerungen ausgestattet sein, die Beleuchtung, Heizung oder andere technische Einrichtungen koordinieren. In Produktionsbetrieben übernehmen automatisierte Systeme Aufgaben, die früher stärker manuell gesteuert wurden. Elektroniker/-innen müssen deshalb nicht nur elektrische Verbindungen herstellen, sondern auch die Funktionsweise vernetzter technischer Systeme verstehen.

Digitale Messgeräte und Diagnoseverfahren unterstützen die Fehlersuche und Wartung. Elektronische Dokumentationen und digitale Arbeitsanweisungen können die Planung und Kontrolle von Aufträgen erleichtern. Wer bereit ist, sich mit solchen Entwicklungen auseinanderzusetzen, kann seine beruflichen Möglichkeiten erweitern.

Berufliche Perspektiven

Die beruflichen Perspektiven hängen von der gewählten Fachrichtung und der regionalen Nachfrage ab. Kenntnisse in Installation, Instandhaltung, Gebäudetechnik und Automatisierung sind in vielen technischen Bereichen relevant. Eine abgeschlossene Ausbildung bietet eine Grundlage, um Berufserfahrung aufzubauen und später weitere Qualifikationen zu erwerben.

Bei der Auswahl eines Ausbildungsbetriebs lohnt es sich, auf die dort eingesetzten Technologien, die Qualität der Ausbildung und die Möglichkeiten zur Weiterbildung zu achten. Ein Betrieb, der unterschiedliche Aufgabenbereiche vermittelt und die Entwicklung seiner Beschäftigten unterstützt, kann den Einstieg in das Berufsleben erleichtern.

Passt der Beruf zu dir?

Die Ausbildung zum Elektroniker (m/w/d) kann gut zu dir passen, wenn du dich für Technik interessierst, gern praktisch arbeitest und sorgfältig vorgehst. Du solltest Freude daran haben, elektrische Anlagen zu verstehen, Bauteile zu montieren und technische Probleme Schritt für Schritt zu lösen. Wichtig sind außerdem Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft, Sicherheitsregeln konsequent einzuhalten.

Je nach Fachrichtung arbeitest du in Gebäuden, Werkstätten, Produktionshallen oder auf Baustellen. Du solltest daher offen für unterschiedliche Arbeitsumgebungen sein und damit rechnen, dass manche Tätigkeiten körperlich anspruchsvoll sind oder wechselnde Einsatzorte mit sich bringen. Teamarbeit und verständliche Kommunikation gehören ebenfalls zum Berufsalltag.

Vor der Bewerbung empfiehlt sich ein Praktikum, um die Tätigkeiten und Arbeitsbedingungen kennenzulernen. Informiere dich außerdem genau, ob du eine handwerkliche Ausbildung in der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik oder Automatisierungs- und Systemtechnik oder einen industriellen Elektroniker-Ausbildungsberuf beginnen möchtest. So kannst du besser einschätzen, welche Aufgaben zu deinen Interessen passen.

Wenn du technisches Verständnis, handwerkliches Geschick und Lernbereitschaft mitbringst, bietet die Ausbildung zum Elektroniker (w/m/d) einen vielseitigen Einstieg in die Elektrotechnik. Durch Berufserfahrung und passende Weiterbildungen kannst du dich fachlich spezialisieren und zusätzliche berufliche Verantwortung übernehmen.

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