Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation (m/w/d): Aufgaben, Gehalt und Karriere

Die Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation (m/w/d) ist eine Möglichkeit für Schüler:innen, die sich für Werbung, Kommunikation, Medien und wirtschaftliche Zusammenhänge interessieren. In diesem Beruf geht es darum, Marketingmaßnahmen zu planen, Werbekampagnen zu organisieren und Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre Zielgruppen zu erreichen. Dabei spielen Kreativität, Organisation und kaufmännisches Denken gleichermaßen eine wichtige Rolle.

Kaufleute für Marketingkommunikation arbeiten beispielsweise in Werbeagenturen, Marketingabteilungen von Unternehmen oder Kommunikationsagenturen. Sie koordinieren Projekte, stimmen sich mit Kund:innen und Dienstleister:innen ab, behalten Budgets im Blick und prüfen, ob geplante Maßnahmen ihre Ziele erreichen. Je nach Arbeitgeber können klassische Werbung, digitale Kampagnen, Social Media, Veranstaltungen oder Öffentlichkeitsarbeit zum Aufgabenbereich gehören.

Wer sich für diesen Ausbildungsberuf interessiert, sollte sich vorab über die Voraussetzungen, den Ablauf der Ausbildung und die spätere Vergütung informieren. Auch die Karrierechancen sind relevant: Nach dem Abschluss können sich Kaufleute für Marketingkommunikation auf bestimmte Marketingbereiche spezialisieren, zusätzliche Qualifikationen erwerben oder ein Studium anschließen.

Berufsbild: Was macht man als Kaufmann für Marketingkommunikation (m/w/d)?

Kaufleute für Marketingkommunikation entwickeln und organisieren Kommunikationsmaßnahmen für Unternehmen, Organisationen oder Marken. Sie beschäftigen sich damit, wie Produkte, Dienstleistungen oder Themen bekannt gemacht werden und welche Botschaften für bestimmte Zielgruppen geeignet sind. Dafür analysieren sie die Ausgangssituation, sammeln Informationen über Märkte und Zielgruppen und unterstützen die Entwicklung passender Marketingkonzepte.

Ein wichtiger Bestandteil des Berufs ist die Projektorganisation. Aus einer ersten Idee muss ein umsetzbarer Plan werden. Dafür stimmen Kaufleute für Marketingkommunikation Termine, Kosten, Inhalte und Zuständigkeiten ab. Sie holen Angebote ein, kommunizieren mit externen Dienstleister:innen und kontrollieren, ob vereinbarte Leistungen rechtzeitig und in der gewünschten Qualität erbracht werden.

Der Arbeitsalltag ist häufig von Teamarbeit und wechselnden Aufgaben geprägt. An einem Tag steht vielleicht die Planung einer Social-Media-Kampagne im Mittelpunkt, am nächsten die Abstimmung von Werbemitteln oder die Auswertung einer Marketingmaßnahme. Neben Kreativität sind deshalb Genauigkeit, Kommunikationsfähigkeit und ein gutes Zeitmanagement gefragt.

Auch wirtschaftliche Aspekte gehören zum Berufsbild. Marketingmaßnahmen müssen zu den Zielen und zum Budget eines Unternehmens passen. Kaufleute für Marketingkommunikation kalkulieren Kosten, vergleichen Angebote und dokumentieren Projektergebnisse. Je nach Stelle wirken sie außerdem an Präsentationen, Marktanalysen, Mediaplanungen oder Erfolgskontrollen mit.

Typische Aufgaben

  • Marketingmaßnahmen planen: Zielgruppen, Kommunikationsziele und geeignete Werbeformen bestimmen und bei der Entwicklung von Konzepten mitarbeiten.
  • Kampagnen organisieren: Arbeitsabläufe koordinieren, Zeitpläne erstellen und die Umsetzung von Marketingprojekten begleiten.
  • Kund:innen beraten und betreuen: Anforderungen aufnehmen, Rückfragen klären und Informationen zwischen Kund:innen, Kreativteams und Dienstleister:innen vermitteln.
  • Angebote und Kosten kalkulieren: Angebote einholen, Preise vergleichen, Budgets vorbereiten und Kosten dokumentieren.
  • Werbemittel koordinieren: Die Erstellung von Anzeigen, Broschüren, Online-Inhalten oder anderen Kommunikationsmitteln begleiten.
  • Digitale Kanäle nutzen: An Online-Kampagnen, Social-Media-Maßnahmen und weiteren digitalen Kommunikationsprojekten mitarbeiten.
  • Markt und Zielgruppen analysieren: Informationen über Wettbewerber:innen, Kund:innen und Trends zusammentragen und für Marketingentscheidungen aufbereiten.
  • Ergebnisse kontrollieren: Kennzahlen auswerten, Rückmeldungen berücksichtigen und prüfen, ob eine Maßnahme die angestrebten Ziele erreicht hat.
  • Projekte dokumentieren: Absprachen, Aufträge, Kosten und Ergebnisse nachvollziehbar festhalten.

Arbeitsorte und Branchen

  • Werbe- und Kommunikationsagenturen: Hier betreuen Beschäftigte häufig verschiedene Kund:innen und arbeiten an unterschiedlichen Kampagnen.
  • Marketingabteilungen von Unternehmen: Sie planen und koordinieren die Kommunikation für Produkte, Dienstleistungen oder die Unternehmensmarke.
  • Media- und Digitalagenturen: Der Schwerpunkt kann auf Mediaplanung, Online-Werbung, Suchmaschinenmarketing oder digitalen Kampagnen liegen.
  • PR- und Kommunikationsagenturen: Hier geht es unter anderem um Unternehmenskommunikation, Veranstaltungen und die Vermittlung von Botschaften an unterschiedliche Zielgruppen.
  • Handels- und Dienstleistungsunternehmen: Marketingmaßnahmen unterstützen beispielsweise die Vermarktung von Angeboten, die Kundenbindung und die Einführung neuer Produkte.
  • Industrie- und Technologieunternehmen: Kaufleute für Marketingkommunikation helfen dabei, erklärungsbedürftige Produkte und Dienstleistungen verständlich darzustellen.
  • Verbände, Organisationen und öffentliche Einrichtungen: Auch dort werden Informationen, Kampagnen und Kommunikationsmaßnahmen geplant und umgesetzt.

Der Beruf wird überwiegend im Büro ausgeübt. Je nach Arbeitgeber sind Besprechungen, Präsentationen, Veranstaltungen oder gelegentliche Außentermine möglich. Viele Aufgaben finden inzwischen digital statt. Eine sichere Nutzung von Bürosoftware, Projektmanagementsystemen und digitalen Kommunikationskanälen ist daher hilfreich.

Voraussetzungen für die Ausbildung

Für die Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation (m/w/d) ist rechtlich grundsätzlich kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Ausbildungsbetriebe legen jedoch eigene Auswahlkriterien fest. Häufig erwarten sie einen mittleren Schulabschluss oder die Hochschulreife. Welche Voraussetzungen im Einzelfall gelten, hängt vom Betrieb, den Bewerber:innen und dem jeweiligen Ausbildungsangebot ab.

Gute Noten können die Bewerbung unterstützen, sind aber nicht das einzige Entscheidungskriterium. Wichtig sind auch Motivation, Zuverlässigkeit, sprachliche Fähigkeiten und die Bereitschaft, sich mit wirtschaftlichen und kreativen Aufgaben auseinanderzusetzen. Da Marketingprojekte häufig unter Zeitdruck umgesetzt werden, sollten Bewerber:innen außerdem strukturiert arbeiten und mehrere Aufgaben koordinieren können.

Ein Praktikum in einer Agentur oder in der Marketingabteilung eines Unternehmens kann helfen, den Beruf kennenzulernen. Dabei lässt sich herausfinden, ob die Mischung aus Kommunikation, Organisation, Zahlen und kreativer Arbeit den eigenen Interessen entspricht.

Wichtige Fähigkeiten und Interessen

  • Interesse an Werbung und Medien: Werbekampagnen, Markenauftritte, digitale Medien und Kommunikationsstrategien sollten neugierig machen.
  • Sprachliches Geschick: Verständliche Texte, passende Formulierungen und eine sichere mündliche Kommunikation sind im Kontakt mit Kund:innen und Kolleg:innen wichtig.
  • Organisationstalent: Termine, Aufgaben und Absprachen müssen zuverlässig koordiniert werden.
  • Kaufmännisches Verständnis: Kosten, Angebote, Budgets und wirtschaftliche Ziele gehören zum Arbeitsalltag.
  • Kreativität: Neue Ideen und ein Gespür für zielgruppengerechte Kommunikation sind hilfreich.
  • Teamfähigkeit: Marketingprojekte entstehen häufig in Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachbereichen und externen Partner:innen.
  • Sorgfalt: Fehler in Texten, Kalkulationen, Terminen oder Auftragsunterlagen können den Ablauf einer Kampagne beeinträchtigen.
  • Flexibilität: Prioritäten können sich ändern, wenn Kund:innen neue Wünsche äußern oder sich Projektbedingungen verändern.
  • Analytisches Denken: Zahlen, Zielgruppeninformationen und Kampagnenergebnisse sollten sinnvoll eingeordnet werden können.
  • Digitale Lernbereitschaft: Marketingplattformen, Analysewerkzeuge und Kommunikationskanäle entwickeln sich laufend weiter.

Hilfreiche Schulfächer

  • Deutsch: Gute Ausdrucksfähigkeit hilft beim Schreiben, Präsentieren und Formulieren von Werbebotschaften.
  • Mathematik: Prozentrechnung, Kalkulationen und der Umgang mit Zahlen sind für Budgets und Auswertungen nützlich.
  • Englisch: Englischkenntnisse können bei internationalen Kund:innen, digitalen Plattformen und Fachbegriffen hilfreich sein.
  • Wirtschaft und Recht: Kenntnisse zu Unternehmen, Märkten, Verträgen und wirtschaftlichen Abläufen erleichtern den Einstieg.
  • Informatik: Der sichere Umgang mit digitalen Anwendungen und Daten unterstützt die Arbeit im modernen Marketing.
  • Kunst oder Gestaltung: Ein Verständnis für visuelle Gestaltung kann bei der Beurteilung von Werbemitteln und Markenauftritten helfen.

Keines dieser Fächer muss zwangsläufig das Lieblingsfach sein. Entscheidend ist, dass Bewerber:innen bereit sind, ihre Kenntnisse im Laufe der Ausbildung zu vertiefen und unterschiedliche Aufgabenbereiche kennenzulernen.

Ausbildungsinfos

Die Ausbildung zum Kaufmann für Marketingkommunikation (m/w/d) ist eine duale Berufsausbildung. Auszubildende lernen sowohl im Ausbildungsbetrieb als auch in der Berufsschule. Im Betrieb bearbeiten sie praktische Aufgaben und lernen betriebliche Abläufe kennen. In der Berufsschule werden die fachlichen, wirtschaftlichen und allgemeinbildenden Grundlagen vermittelt.

Die Ausbildung dauert regulär drei Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen kann sie verkürzt werden, beispielsweise bei entsprechenden schulischen Leistungen oder einer bereits vorhandenen beruflichen Vorbildung. Eine Verkürzung muss mit den zuständigen Stellen und dem Ausbildungsbetrieb abgestimmt werden; sie erfolgt nicht automatisch.

Dauer und Ablauf der Ausbildung

Zu Beginn lernen Auszubildende den Betrieb, die angebotenen Leistungen, interne Abläufe und wichtige Arbeitsmittel kennen. Sie erfahren, wie Aufträge aufgenommen, Projekte geplant und Informationen dokumentiert werden. Mit zunehmender Erfahrung übernehmen sie mehr Verantwortung und arbeiten eigenständiger an Marketing- und Kommunikationsaufgaben mit.

Im weiteren Verlauf geht es unter anderem um Zielgruppen, Kommunikationskonzepte, die Auswahl geeigneter Medien, Kostenplanung und die Koordination von Projekten. Je nach Betrieb können Auszubildende beispielsweise an Online-Kampagnen, Printprojekten, Veranstaltungen oder Maßnahmen zur Kundenbindung mitwirken.

Der Berufsschulunterricht ergänzt die praktische Ausbildung. Er vermittelt berufsspezifische Inhalte sowie wirtschaftliche und gesellschaftliche Grundlagen. Der Unterricht kann an einzelnen Wochentagen oder in zusammenhängenden Unterrichtsblöcken stattfinden. Die konkrete Organisation hängt von der Berufsschule und dem Bundesland ab.

Die Ausbildung schließt mit einer gestreckten Abschlussprüfung ab. Sie besteht aus mehreren Prüfungsbereichen, in denen sowohl fachliches Wissen als auch die Fähigkeit zur Bearbeitung beruflicher Aufgaben nachgewiesen werden. Dazu zählen insbesondere die Gestaltung und Umsetzung von Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen, Projektmanagement sowie wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge. Ein fallbezogenes Fachgespräch gehört ebenfalls zu den Prüfungsbestandteilen.

Was lernt man in der Ausbildung?

  • Marketing und Kommunikation: Kommunikationsziele verstehen, Zielgruppen analysieren und geeignete Maßnahmen auswählen.
  • Konzeption und Planung: An Konzepten mitarbeiten, Maßnahmen vorbereiten und die Umsetzung strukturieren.
  • Projektmanagement: Arbeitsschritte, Termine, Zuständigkeiten und Ressourcen koordinieren.
  • Kaufmännische Steuerung: Angebote vergleichen, Kosten kalkulieren, Budgets berücksichtigen und wirtschaftliche Entscheidungen nachvollziehen.
  • Medien und Werbemittel: Die Erstellung und den Einsatz verschiedener Kommunikationsmittel begleiten.
  • Kundenkommunikation: Anforderungen klären, Präsentationen vorbereiten und mit internen wie externen Beteiligten zusammenarbeiten.
  • Markt- und Zielgruppenanalyse: Informationen sammeln, auswerten und für die Planung von Marketingmaßnahmen nutzen.
  • Erfolgskontrolle: Ergebnisse anhand geeigneter Kennzahlen und Rückmeldungen beurteilen.
  • Rechtliche Grundlagen: Grundlegende rechtliche Anforderungen der Marketingkommunikation berücksichtigen, beispielsweise bei Werbung, Datenschutz und Nutzungsrechten.
  • Wirtschaftliche Zusammenhänge: Betriebliche Prozesse verstehen und die Rolle des Marketings im Unternehmen einordnen.

Welche Aufgaben Auszubildende konkret übernehmen, hängt vom jeweiligen Betrieb ab. In einer Digitalagentur kann der Schwerpunkt stärker auf Online-Kampagnen liegen, während in einem Industrieunternehmen beispielsweise die Vermarktung technischer Produkte oder die Kommunikation mit Geschäftskund:innen eine größere Rolle spielen kann.

Bewerbung um einen Ausbildungsplatz

Die Bewerbung umfasst üblicherweise ein Anschreiben oder Motivationsschreiben, einen Lebenslauf und die relevanten Schulzeugnisse. Je nach Unternehmen können weitere Unterlagen, ein Online-Bewerbungsformular oder ein Auswahlverfahren hinzukommen. Bewerber:innen sollten die jeweiligen Anforderungen in der Stellenanzeige prüfen.

Im Anschreiben ist es sinnvoll, konkret zu erläutern, warum Marketingkommunikation interessiert und welche Erfahrungen bereits vorhanden sind. Das können beispielsweise ein Schulprojekt, die Mitarbeit an einer Veranstaltung, ein Praktikum oder erste Erfahrungen mit digitalen Medien sein. Wichtig ist, eigene Fähigkeiten nachvollziehbar darzustellen, statt nur allgemeine Eigenschaften aufzuzählen.

Vor einem Vorstellungsgespräch kann es hilfreich sein, sich mit dem Unternehmen, seinen Produkten oder Dienstleistungen und seiner Kommunikation zu beschäftigen. Bewerber:innen sollten außerdem erklären können, warum sie die Verbindung aus kreativen Ideen, kaufmännischen Aufgaben und Projektorganisation anspricht.

Gehalt in der Ausbildung und danach

Das Gehalt als Kaufmann für Marketingkommunikation (m/w/d) hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen die Branche, der Standort, die Größe des Unternehmens, eine mögliche Tarifbindung und die konkrete Tätigkeit. Auch zwischen Ausbildungsbetrieben können deutliche Unterschiede bestehen.

Während der Ausbildung erhalten Auszubildende eine monatliche Ausbildungsvergütung. Ihre Höhe richtet sich unter anderem nach dem Ausbildungsjahr und den geltenden tariflichen oder betrieblichen Vereinbarungen. Deshalb sind allgemeine Zahlen nur eine Orientierung und keine verbindliche Zusage für einen bestimmten Ausbildungsplatz.

Ausbildungsvergütung

Die folgende Tabelle zeigt beispielhafte monatliche Bruttobeträge zur Orientierung. Die tatsächliche Vergütung kann davon abweichen. Maßgeblich sind die Angaben im Ausbildungsvertrag und die jeweils geltenden Vereinbarungen des Ausbildungsbetriebs.

Ausbildungsjahr Monatliche Bruttovergütung
1. Jahr ca. 1.000 bis 1.200 Euro
2. Jahr ca. 1.050 bis 1.300 Euro
3. Jahr ca. 1.100 bis 1.400 Euro

Diese Werte sind als grobe Orientierung zu verstehen und keine aktuelle, bundesweit einheitliche Vergütungstabelle. Für eine konkrete Einschätzung sollten Bewerber:innen die Ausbildungsvergütung im jeweiligen Stellenangebot prüfen und gegebenenfalls bei der zuständigen Kammer oder beim Ausbildungsbetrieb nachfragen. Tarifliche Vereinbarungen können höhere oder anders gestaffelte Beträge vorsehen.

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

Nach bestandener Abschlussprüfung hängt das Einstiegsgehalt unter anderem davon ab, welche Aufgaben übernommen werden und in welcher Region die Beschäftigung erfolgt. Berufseinsteiger:innen arbeiten beispielsweise in der Projektassistenz, im Kampagnenmanagement, in der Kundenbetreuung oder in der Marketingkoordination.

In vielen Fällen bewegt sich das monatliche Bruttogehalt zum Berufseinstieg grob im Bereich von 2.500 bis 3.300 Euro. Diese Spanne ist eine allgemeine Orientierung und kann je nach Arbeitgeber, Tarifvertrag, Qualifikation und Verantwortungsumfang deutlich abweichen. Mit wachsender Berufserfahrung und zusätzlichen Aufgaben kann sich das Gehalt erhöhen.

Welche Faktoren beeinflussen das Gehalt?

  • Branche: Agenturen, Industrieunternehmen, Handel und öffentliche Arbeitgeber können unterschiedliche Gehaltsstrukturen haben.
  • Region: Das allgemeine Lohnniveau und die Lebenshaltungskosten unterscheiden sich zwischen Regionen.
  • Unternehmensgröße: Größere Unternehmen verfügen teilweise über strukturierte Gehaltsbänder und zusätzliche Leistungen.
  • Tarifbindung: Tarifverträge können Vergütung, Arbeitszeit und weitere Beschäftigungsbedingungen regeln.
  • Berufserfahrung: Mit zunehmender Erfahrung können anspruchsvollere Projekte und mehr Verantwortung übernommen werden.
  • Spezialisierung: Fachwissen in Bereichen wie Digitalmarketing, Kampagnenanalyse oder Projektmanagement kann die beruflichen Möglichkeiten erweitern.

Karriere und Zukunft

Nach der Ausbildung stehen Kaufleuten für Marketingkommunikation verschiedene berufliche Wege offen. Sie können in ihrem Ausbildungsbetrieb bleiben, in eine andere Agentur wechseln oder sich bei einem Unternehmen mit eigener Marketingabteilung bewerben. Mögliche Tätigkeitsfelder sind Projektkoordination, Kundenberatung, Kampagnenplanung, Mediaplanung, Content-Marketing und digitale Kommunikation.

Mit wachsender Erfahrung können Fachkräfte größere Projekte betreuen, Budgets verantworten oder die Abstimmung zwischen unterschiedlichen Teams übernehmen. Auch die Spezialisierung auf bestimmte Branchen oder Kommunikationskanäle ist möglich. Wer sich fachlich weiterentwickelt, kann sich langfristig für Positionen im Marketingmanagement oder in der strategischen Kommunikation qualifizieren.

Weiterbildungsmöglichkeiten

  • Marketing und Kommunikation: Fachliche Weiterbildungen vertiefen Kenntnisse in Marketingplanung, Markenführung, Kommunikation oder Kampagnenmanagement.
  • Digitalmarketing: Spezialisierungen auf Suchmaschinenmarketing, Social Media, Online-Werbung, Content-Marketing oder Webanalyse können neue Aufgabenfelder eröffnen.
  • Projektmanagement: Zusätzliche Qualifikationen helfen dabei, komplexe Projekte, Zeitpläne und Budgets professionell zu steuern.
  • Vertrieb und Kundenberatung: Weiterbildungen können den Übergang in beratende oder vertriebsorientierte Aufgaben unterstützen.
  • Betriebswirtschaftliche Qualifikationen: Kenntnisse in Controlling, Personalführung oder Unternehmensplanung können für spätere Führungsaufgaben nützlich sein.
  • Studium: Je nach schulischer Voraussetzung kommen Studiengänge wie Marketing, Kommunikation, Medienmanagement, Betriebswirtschaftslehre oder Kommunikationswissenschaft infrage.

Welche Weiterbildung sinnvoll ist, hängt von den beruflichen Zielen und den bisherigen Erfahrungen ab. Vor einer Entscheidung sollten Interessierte prüfen, welche Qualifikationen in ihrem gewünschten Arbeitsbereich tatsächlich gefragt sind und welche Zugangsvoraussetzungen gelten.

Digitalisierung und Zukunftsaussichten

Marketingkommunikation verändert sich durch digitale Plattformen, automatisierte Prozesse und datenbasierte Entscheidungen. Unternehmen nutzen unterschiedliche Kanäle, um Zielgruppen anzusprechen, Kampagnen auszuwerten und ihre Kommunikation laufend anzupassen. Deshalb werden Kenntnisse in digitalen Medien, Analysewerkzeugen und Online-Kommunikation zunehmend wichtig.

Auch Anwendungen mit künstlicher Intelligenz können bei der Recherche, Ideenentwicklung, Textproduktion oder Auswertung von Daten unterstützen. Sie ersetzen jedoch nicht automatisch die fachliche Prüfung, die Abstimmung mit Kund:innen oder die Verantwortung für Inhalte und Budgets. Kaufleute für Marketingkommunikation müssen Ergebnisse beurteilen, Fehler erkennen und auf Datenschutz, Urheberrecht sowie die Glaubwürdigkeit von Aussagen achten.

Die beruflichen Chancen hängen von der wirtschaftlichen Entwicklung, der Nachfrage nach Marketingdienstleistungen und den eigenen Kompetenzen ab. Besonders hilfreich sind die Bereitschaft, neue Werkzeuge zu lernen, ein Verständnis für Zielgruppen und Daten sowie die Fähigkeit, Projekte zuverlässig umzusetzen. Eine pauschale Garantie für bestimmte Beschäftigungs- oder Gehaltsaussichten gibt es nicht.

Passt der Beruf zu dir?

Die Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation (m/w/d) kann gut zu Schüler:innen passen, die sich für Werbung, Medien und wirtschaftliche Zusammenhänge interessieren. Wer gern kommuniziert, Ideen entwickelt und gleichzeitig strukturiert arbeitet, findet in diesem Beruf unterschiedliche Aufgabenbereiche. Auch der Umgang mit Zahlen, Kosten und Terminen sollte nicht abschrecken, denn kaufmännische Tätigkeiten gehören ebenso dazu wie kreative Abstimmungen.

Weniger passend kann der Beruf sein, wenn ausschließlich gestalterische Aufgaben gewünscht sind oder der regelmäßige Austausch mit anderen Menschen als belastend empfunden wird. Marketingprojekte erfordern häufig Abstimmungen, Änderungen und die Einhaltung enger Zeitpläne. Sorgfalt und Belastbarkeit helfen dabei, auch in arbeitsreichen Phasen den Überblick zu behalten.

Vor der Bewerbung lohnt es sich, Praktika zu nutzen, Stellenanzeigen zu vergleichen und mit Auszubildenden oder Fachkräften zu sprechen. So lässt sich besser einschätzen, welche Schwerpunkte ein Betrieb setzt und welche Aufgaben im Alltag tatsächlich anfallen.

Wer die Verbindung aus Kommunikation, Organisation, kaufmännischem Denken und digitalen Medien spannend findet, sollte den Beruf näher kennenlernen. Die dreijährige duale Ausbildung vermittelt eine breite Grundlage für den Einstieg ins Marketing und eröffnet verschiedene Möglichkeiten, sich im Laufe des Berufslebens fachlich weiterzuentwickeln.

Angebotene Ausbildungen