Ausbildung als Metallbauer – Fachrichtung Konstruktionstechnik (m/w/d): Aufgaben, Gehalt und Karriere

Du interessierst dich für Metall, Technik und handwerkliche Arbeit? Dann könnte die Ausbildung als Metallbauer – Fachrichtung Konstruktionstechnik (m/w/d) zu dir passen. In diesem Beruf stellst du aus unterschiedlichen Metallen Bauteile, Konstruktionen und Anlagen her. Du arbeitest nach technischen Zeichnungen, bearbeitest Werkstoffe und montierst beispielsweise Tore, Treppen, Geländer, Fassadenelemente oder Überdachungen.

Die Ausbildung verbindet traditionelles Handwerk mit modernen Fertigungstechniken. Neben dem Sägen, Bohren, Biegen und Schweißen gehören auch das Planen von Arbeitsschritten, das Prüfen von Maßen und die Montage vor Ort zum Berufsalltag. Metallbauer:innen der Fachrichtung Konstruktionstechnik sorgen dafür, dass Metallkonstruktionen stabil, passgenau und sicher sind.

Im Berufsprofil erfährst du, welche Aufgaben dich erwarten, welche Voraussetzungen für die Ausbildung wichtig sind, wie lange die Ausbildung dauert und welches Gehalt möglich ist. Außerdem erhältst du einen Überblick über Karrierewege und Weiterbildungsmöglichkeiten nach dem Ausbildungsabschluss.

Berufsbild: Was macht man als Metallbauer – Fachrichtung Konstruktionstechnik (m/w/d)?

Metallbauer:innen der Fachrichtung Konstruktionstechnik fertigen und montieren Metallkonstruktionen für Gebäude, Grundstücke, Industrieanlagen und öffentliche Einrichtungen. Dazu gehören beispielsweise Treppen, Balkone, Geländer, Türen, Fensterrahmen, Tore, Überdachungen und tragende Konstruktionselemente. Je nach Betrieb entstehen Einzelanfertigungen nach Kundenwunsch oder Bauteile, die in größeren Projekten eingesetzt werden.

Am Anfang eines Auftrags stehen häufig technische Zeichnungen, Maße und Vorgaben zur Konstruktion. Die Fachkräfte prüfen, welche Werkstoffe benötigt werden, planen die Arbeitsschritte und bereiten die Fertigung vor. Anschließend bearbeiten sie Bleche, Profile und Rohre mit handgeführten Werkzeugen sowie stationären oder computergesteuerten Maschinen. Die einzelnen Teile werden passend zugeschnitten, geformt und miteinander verbunden.

Ein wichtiger Bestandteil des Berufs ist das Fügen von Metallteilen. Dazu zählen unterschiedliche Schweißverfahren, aber auch Schraub- und Nietverbindungen. Bei der Montage setzen Metallbauer:innen die gefertigten Bauteile zusammen und befestigen sie am vorgesehenen Einsatzort. Dabei müssen sie technische Vorgaben, Maßgenauigkeit, Stabilität und Arbeitssicherheit beachten.

Der Arbeitsalltag ist abwechslungsreich. Ein Teil der Arbeit findet in der Werkstatt statt, ein anderer auf Baustellen oder direkt bei Kund:innen. Je nach Auftrag arbeiten Metallbauer:innen selbstständig an einzelnen Bauteilen oder im Team mit anderen Handwerker:innen, Bauunternehmen, Planer:innen und Monteur:innen. Moderne Maschinen und digitale Konstruktionsdaten spielen dabei eine zunehmend wichtige Rolle.

Typische Aufgaben

  • Technische Zeichnungen lesen: Maße, Werkstoffangaben und Konstruktionsdetails verstehen und für die Fertigung nutzen.
  • Arbeit vorbereiten: Arbeitsabläufe planen, Materialien auswählen, Werkzeuge bereitstellen und den Materialbedarf ermitteln.
  • Metall bearbeiten: Bleche, Rohre und Profile sägen, bohren, schleifen, biegen, schneiden und anderweitig in die benötigte Form bringen.
  • Bauteile verbinden: Metallteile durch Schweißen, Schrauben, Nieten oder andere geeignete Verfahren zusammenfügen.
  • Konstruktionen herstellen: Treppen, Geländer, Türen, Tore, Rahmen, Überdachungen und weitere Metallbauteile anfertigen.
  • Bauteile montieren: Konstruktionen ausrichten, befestigen und an die baulichen Gegebenheiten vor Ort anpassen.
  • Qualität kontrollieren: Maße prüfen, Verbindungen beurteilen und sicherstellen, dass die Bauteile den technischen Anforderungen entsprechen.
  • Oberflächen bearbeiten: Metallflächen glätten, reinigen und je nach Auftrag für Korrosionsschutz oder weitere Beschichtungen vorbereiten.
  • Maschinen bedienen: Werkstattmaschinen sachgerecht einsetzen und die grundlegenden Vorgaben für Wartung und Pflege beachten.
  • Arbeitsschutz umsetzen: Schutzkleidung tragen, Sicherheitsregeln beachten und Gefahren beim Umgang mit Maschinen, Hitze und schweren Bauteilen vermeiden.

Arbeitsorte und Branchen

Metallbauer:innen der Fachrichtung Konstruktionstechnik arbeiten vor allem in Handwerksbetrieben und Unternehmen, die Metallkonstruktionen herstellen, bearbeiten oder montieren. Die konkrete Tätigkeit hängt von der Größe des Betriebs und dessen Spezialisierung ab.

  • Metallbau- und Stahlbaubetriebe: Herstellung und Montage von Konstruktionen aus Stahl, Edelstahl oder Aluminium.
  • Schlossereien: Anfertigung und Reparatur von Geländern, Toren, Türen und individuellen Metallbauteilen.
  • Fassaden- und Fensterbaubetriebe: Fertigung und Montage von Metallrahmen, Fassadenelementen und Bauteilen für Gebäudehüllen.
  • Industrieunternehmen: Herstellung von Konstruktionsteilen, Schutzvorrichtungen, Gestellen und Sonderanfertigungen für Produktionsanlagen.
  • Bauunternehmen und Montagebetriebe: Einbau von Metallkonstruktionen auf Baustellen und bei Sanierungsprojekten.
  • Werkstätten für Sonderkonstruktionen: Fertigung individueller Lösungen nach technischen Vorgaben und Kundenwünschen.
  • Werkstatt und Baustelle: Wechsel zwischen der Fertigung unter kontrollierten Bedingungen und der Montage direkt am Einsatzort.

Voraussetzungen für die Ausbildung

Für die Ausbildung als Metallbauer – Fachrichtung Konstruktionstechnik (m/w/d) ist in Deutschland rechtlich kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Ausbildungsbetriebe legen jedoch eigene Auswahlkriterien fest. Häufig werden Bewerber:innen mit einem Hauptschulabschluss oder einem mittleren Schulabschluss berücksichtigt. Entscheidend sind neben den Schulnoten auch das praktische Geschick, die Motivation und das Interesse an technischen Zusammenhängen.

Da Metallbauer:innen mit unterschiedlichen Werkstoffen, Werkzeugen und Maschinen arbeiten, sind grundlegende Kenntnisse in Mathematik und Physik hilfreich. Maße müssen korrekt berechnet und übertragen werden. Außerdem ist es wichtig, technische Zeichnungen zu verstehen und räumlich denken zu können. Wer sorgfältig arbeitet und gern praktisch tätig ist, bringt gute Voraussetzungen mit.

Der Beruf verlangt körperliche Belastbarkeit, denn je nach Tätigkeit werden schwere Bauteile bewegt, Werkstücke längere Zeit bearbeitet oder Montagearbeiten im Stehen durchgeführt. Bei Arbeiten auf Baustellen können wechselnde Witterungsbedingungen und unterschiedliche Einsatzorte hinzukommen. Sicherheitsbewusstsein und die Bereitschaft, Schutzvorschriften einzuhalten, sind deshalb unverzichtbar.

Wichtige Fähigkeiten und Interessen

  • Handwerkliches Geschick: Werkzeuge sicher bedienen und Werkstücke präzise bearbeiten.
  • Technisches Verständnis: Funktionsweisen von Maschinen, Verbindungen und Konstruktionen nachvollziehen.
  • Räumliches Vorstellungsvermögen: Dreidimensionale Bauteile anhand technischer Zeichnungen verstehen.
  • Sorgfalt und Genauigkeit: Maße exakt einhalten, Bauteile kontrollieren und Fehler frühzeitig erkennen.
  • Mathematisches Denken: Längen, Flächen, Winkel und Materialmengen berechnen.
  • Körperliche Belastbarkeit: Mit Werkzeugen und Werkstoffen arbeiten und bei Montageaufgaben körperlich aktiv sein.
  • Teamfähigkeit: Sich mit Kolleg:innen abstimmen und gemeinsam größere Konstruktionen fertigen oder montieren.
  • Verantwortungsbewusstsein: Sicherheitsregeln einhalten und die Qualität der eigenen Arbeit ernst nehmen.
  • Problemlösungsfähigkeit: Bei Maßabweichungen oder schwierigen Montagesituationen geeignete Lösungen finden.
  • Interesse an Technik: Freude an Metall, Maschinen, Konstruktionen und praktischen Aufgaben mitbringen.

Hilfreiche Schulfächer

  • Mathematik: Wichtig für Maßberechnungen, Längen, Winkel, Flächen und Materialbedarf.
  • Physik: Hilfreich, um Kräfte, Stabilität, Bewegung und grundlegende technische Zusammenhänge zu verstehen.
  • Technik und Werken: Vermitteln erste Erfahrungen mit Werkzeugen, Werkstoffen und praktischen Arbeitsabläufen.
  • Technisches Zeichnen: Unterstützt das Verständnis von Ansichten, Maßangaben und Konstruktionsplänen, sofern das Fach angeboten wird.
  • Deutsch: Wichtig, um Arbeitsanweisungen zu verstehen, Dokumentationen anzufertigen und sich im Team klar abzustimmen.

Ein Praktikum in einem Metallbauunternehmen kann helfen, den Beruf kennenzulernen. Dabei lässt sich feststellen, ob die Arbeit mit Metall, Maschinen und technischen Zeichnungen den eigenen Interessen entspricht. Gleichzeitig erhalten Bewerber:innen einen Eindruck von den Arbeitsbedingungen und den Anforderungen im Betrieb.

Ausbildungsinfos

Die Ausbildung zum Metallbauer beziehungsweise zur Metallbauerin in der Fachrichtung Konstruktionstechnik ist eine duale Berufsausbildung. Das bedeutet, dass die Auszubildenden sowohl im Ausbildungsbetrieb als auch in der Berufsschule lernen. Im Betrieb stehen praktische Tätigkeiten im Vordergrund. In der Berufsschule werden fachtheoretische und allgemeinbildende Inhalte vermittelt.

Die Ausbildung ist bundesweit staatlich anerkannt und dauert in der Regel dreieinhalb Jahre. Sie gehört zum Handwerk. Der Ausbildungsbetrieb schließt mit den Auszubildenden einen Ausbildungsvertrag und organisiert die betriebliche Ausbildung entsprechend der geltenden Ausbildungsordnung. Die zuständige Handwerkskammer begleitet beziehungsweise überwacht wesentliche Aspekte der Berufsausbildung und ist für die Prüfungsorganisation zuständig.

Dauer und Ablauf der Ausbildung

Die Ausbildungszeit beträgt regulär dreieinhalb Jahre. Während dieser Zeit lernen Auszubildende schrittweise, Arbeitsaufträge vorzubereiten, Metallwerkstoffe fachgerecht zu bearbeiten und Konstruktionen herzustellen. Zu Beginn stehen häufig grundlegende Fertigkeiten und Sicherheitsregeln im Mittelpunkt. Im weiteren Verlauf übernehmen die Auszubildenden anspruchsvollere Aufgaben und arbeiten zunehmend selbstständig.

Im Ausbildungsbetrieb sammeln sie praktische Erfahrungen mit Werkzeugen, Maschinen, Messmitteln und unterschiedlichen Fügetechniken. Sie lernen, Arbeitsabläufe zu planen, technische Zeichnungen umzusetzen und die Qualität ihrer Arbeit zu kontrollieren. Je nach Unternehmen kommen weitere Inhalte hinzu, beispielsweise die Arbeit mit CNC-gesteuerten Maschinen oder digitalen Fertigungsdaten.

Der Berufsschulunterricht ergänzt die praktische Ausbildung. Er vermittelt unter anderem Kenntnisse über Werkstoffe, technische Kommunikation, Fertigungsverfahren, Konstruktionen, Qualitätssicherung und Arbeitsschutz. Der Unterricht kann an einzelnen Wochentagen oder in Blockform stattfinden. Welche Organisationsform gilt, hängt von der Berufsschule und der regionalen Ausbildungsstruktur ab.

Die Ausbildung endet mit der Gesellenprüfung. Sie umfasst praktische und theoretische Anforderungen, mit denen nachgewiesen wird, dass die beruflichen Aufgaben fachgerecht ausgeführt werden können. Die Prüfung ist nach den jeweils geltenden Vorgaben organisiert und kann in einen ersten und einen abschließenden Teil gegliedert sein. Mit bestandener Prüfung erwerben die Absolvent:innen den anerkannten Berufsabschluss als Metallbauer:in in der Fachrichtung Konstruktionstechnik.

Was lernt man in der Ausbildung?

  • Werkstoffkunde: Eigenschaften von Stahl, Edelstahl, Aluminium und weiteren Werkstoffen kennenlernen und geeignete Materialien auswählen.
  • Grundlagen der Fertigung: Werkstücke messen, anreißen, sägen, bohren, feilen, schleifen und formen.
  • Technische Unterlagen: Zeichnungen, Skizzen, Stücklisten und Arbeitspläne lesen und für die Fertigung nutzen.
  • Metallverbindungen: Unterschiedliche Verfahren zum Schweißen, Schrauben, Nieten und Verbinden von Bauteilen anwenden.
  • Konstruktionen herstellen: Bauteile nach Vorgaben fertigen und zu funktionalen Baugruppen zusammenfügen.
  • Maschinen und Werkzeuge: Geräte sachgerecht bedienen und die erforderlichen Sicherheitsvorschriften beachten.
  • Montagetechnik: Konstruktionen ausrichten, befestigen und an die Bedingungen am Einsatzort anpassen.
  • Qualitätssicherung: Maße kontrollieren, Arbeitsergebnisse bewerten und Abweichungen erkennen.
  • Oberflächen- und Korrosionsschutz: Geeignete Maßnahmen zur Vorbereitung und zum Schutz von Metalloberflächen kennenlernen.
  • Arbeitsorganisation: Materialbedarf einschätzen, Arbeitsschritte planen und Aufgaben im Team koordinieren.
  • Arbeitsschutz und Umweltschutz: Gefahren erkennen, Schutzmaßnahmen umsetzen und Materialien möglichst verantwortungsvoll einsetzen.

Gehalt in der Ausbildung und danach

Das Gehalt als Metallbauer – Fachrichtung Konstruktionstechnik (m/w/d) hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu gehören der Standort des Betriebs, die Größe des Unternehmens, die Branche, die Berufserfahrung und eine mögliche Tarifbindung. Auch die Frage, ob ein Betrieb nach einem Tarifvertrag des Metallhandwerks oder einer anderen einschlägigen Regelung vergütet, kann einen deutlichen Unterschied machen.

Während der Ausbildung erhalten Auszubildende eine monatliche Ausbildungsvergütung. Diese steigt normalerweise mit jedem Ausbildungsjahr. Die konkrete Höhe steht im Ausbildungsvertrag und richtet sich nach den geltenden gesetzlichen oder tariflichen Vorgaben. Deshalb sind pauschale Gehaltsangaben nur als Orientierung geeignet. Für eine verlässliche Einschätzung sollten Bewerber:innen die Vergütung des jeweiligen Ausbildungsbetriebs erfragen.

Ausbildungsvergütung

Die folgende Tabelle zeigt beispielhafte Orientierungsbereiche für die monatliche Bruttovergütung. Die tatsächliche Vergütung kann regional und je nach Tarifvertrag abweichen. Die Beträge sind keine verbindlichen Tarifwerte und sollten vor einer Bewerbung mit aktuellen Angaben des Betriebs oder der zuständigen Handwerkskammer abgeglichen werden.

Ausbildungsjahr Monatliche Bruttovergütung, beispielhafter Orientierungsbereich
1. Jahr Etwa 800 bis 1.000 Euro
2. Jahr Etwa 850 bis 1.100 Euro
3. Jahr Etwa 900 bis 1.200 Euro
4. Ausbildungsjahr beziehungsweise letztes halbes Jahr Etwa 950 bis 1.300 Euro

Für Ausbildungsverhältnisse gilt außerdem die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung, soweit keine gesetzlich vorgesehene Ausnahme greift. Die jeweils maßgeblichen Beträge hängen unter anderem vom Beginn der Ausbildung und von möglichen tariflichen Regelungen ab. Deshalb sollte vor Vertragsabschluss geprüft werden, welche Mindest- oder Tarifvergütung im konkreten Fall gilt.

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

Nach der bestandenen Gesellenprüfung richtet sich das Gehalt nach dem Aufgabenbereich, der Region und der betrieblichen Vergütungsstruktur. Metallbauer:innen, die überwiegend in der Fertigung arbeiten, können anders eingruppiert sein als Fachkräfte mit anspruchsvollen Montageaufgaben, speziellen Schweißqualifikationen oder zusätzlicher Verantwortung. Auch Schichtarbeit, Baustelleneinsätze und tarifliche Zuschläge können das Einkommen beeinflussen.

Als grobe Orientierung kann das monatliche Einstiegsgehalt in Vollzeit etwa zwischen 2.600 und 3.400 Euro brutto liegen. Dieser Bereich ist nicht verbindlich und bildet nicht jeden Betrieb oder jede Region ab. In tarifgebundenen Unternehmen können andere Vergütungsstufen gelten. Mit wachsender Berufserfahrung, zusätzlichen Qualifikationen oder der Übernahme von Verantwortung sind höhere Einkommen möglich.

Welche Faktoren beeinflussen das Gehalt?

  • Tarifvertrag: Tarifgebundene Betriebe vergüten nach den für sie geltenden Vereinbarungen.
  • Region: Lohnniveau und Arbeitsmarkt unterscheiden sich zwischen Bundesländern und Regionen.
  • Berufserfahrung: Mit zunehmender Erfahrung können Beschäftigte anspruchsvollere Aufgaben übernehmen.
  • Spezialisierung: Kenntnisse in bestimmten Schweißverfahren, der CNC-Fertigung oder komplexer Montage können sich positiv auswirken.
  • Verantwortung: Vorarbeiter:innen und Beschäftigte mit Koordinations- oder Führungsaufgaben können höhere Vergütungen erhalten.
  • Betriebsgröße und Branche: Unternehmensstruktur und wirtschaftlicher Schwerpunkt beeinflussen die jeweiligen Gehaltsmodelle.

Karriere und Zukunft

Die Karriere als Metallbauer – Fachrichtung Konstruktionstechnik (m/w/d) kann in unterschiedliche Richtungen führen. Nach der Ausbildung können Fachkräfte zunächst Berufserfahrung sammeln und sich auf bestimmte Fertigungs- oder Montagebereiche spezialisieren. Mit zusätzlichen Qualifikationen sind auch Tätigkeiten in der Arbeitsvorbereitung, Qualitätssicherung, Fertigungsplanung oder technischen Kundenberatung möglich.

Metallkonstruktionen werden unter anderem im Hochbau, im Anlagenbau, in der Gebäudetechnik und bei der Modernisierung bestehender Gebäude benötigt. Geländer, Treppen, Türen, Tore und Fassadenelemente müssen neu hergestellt, angepasst, gewartet oder ersetzt werden. Gleichzeitig verändern digitale Planung, automatisierte Fertigung und moderne Werkstoffe die Arbeitsprozesse. Wer bereit ist, neue Verfahren zu erlernen, kann seine beruflichen Möglichkeiten langfristig erweitern.

Weiterbildungsmöglichkeiten

  • Metallbauermeister:in: Die Meisterqualifikation vertieft fachliche Kenntnisse und bereitet auf Führungsaufgaben, die Ausbildung von Nachwuchskräften oder eine mögliche Selbstständigkeit vor.
  • Techniker:in der Fachrichtung Metallbautechnik: Eine Weiterbildung kann den Weg in technische Planung, Konstruktion, Arbeitsvorbereitung oder Produktionsorganisation eröffnen. Zugangsvoraussetzungen und Dauer hängen von der jeweiligen Schule ab.
  • Schweißfachliche Qualifikationen: Zusätzliche Lehrgänge und Prüfungen ermöglichen die Spezialisierung auf bestimmte Schweißverfahren und Einsatzbereiche.
  • CNC- und Fertigungstechnik: Kenntnisse in computergesteuerter Bearbeitung und moderner Fertigungsorganisation können für spezialisierte Werkstätten und Industriebetriebe nützlich sein.
  • CAD und technische Konstruktion: Der Umgang mit computergestützter Planung kann die Arbeit mit technischen Zeichnungen und digitalen Konstruktionsdaten ergänzen.
  • Qualitätssicherung: Weiterbildungen in Prüfverfahren, Dokumentation und Qualitätsmanagement eröffnen zusätzliche Einsatzmöglichkeiten.
  • Ausbildereignung: Mit entsprechender Qualifikation können erfahrene Fachkräfte Auszubildende im Betrieb begleiten und praktische Kenntnisse vermitteln.

Selbstständigkeit und beruflicher Aufstieg

Mit entsprechender Berufserfahrung und den notwendigen rechtlichen sowie fachlichen Voraussetzungen kann auch die Selbstständigkeit eine Perspektive sein. Denkbar ist beispielsweise die Gründung eines Metallbaubetriebs, der individuelle Konstruktionen herstellt, Montageleistungen anbietet oder Reparaturen übernimmt. Welche Qualifikationen für die Eintragung in die Handwerksrolle und die eigenständige Betriebsführung erforderlich sind, sollte vor einer Gründung bei der zuständigen Handwerkskammer geklärt werden.

Innerhalb eines Unternehmens können Metallbauer:innen mit zunehmender Erfahrung mehr Verantwortung übernehmen. Mögliche Entwicklungsschritte führen zur Koordination von Montagearbeiten, zur Anleitung von Teams oder zur Planung von Fertigungsabläufen. Wer sich zusätzlich für kaufmännische und organisatorische Aufgaben interessiert, kann sich auch in Richtung Betriebsführung oder technischer Auftragsabwicklung weiterentwickeln.

Zukunftsaussichten des Berufs

Die Zukunftsaussichten hängen von der regionalen Baukonjunktur, der Entwicklung des Handwerks und der Nachfrage nach Metallkonstruktionen ab. Instandhaltung, Umbau und Modernisierung sorgen neben Neubauprojekten für Arbeitsaufträge. Auch die Industrie benötigt passgenaue Metallbauteile und individuelle Konstruktionen. Der Bedarf kann allerdings je nach Wirtschaftslage und Spezialisierung des Betriebs schwanken.

Technische Veränderungen machen kontinuierliche Weiterbildung wichtig. Digitale Zeichnungen, automatisierte Maschinen und neue Verbindungstechniken ergänzen klassische handwerkliche Fähigkeiten. Gute Chancen haben daher Fachkräfte, die präzise arbeiten, technische Zusammenhänge verstehen und sich auf neue Fertigungsverfahren einstellen können. Sorgfalt, Sicherheitsbewusstsein und handwerkliches Können bleiben zentrale Grundlagen des Berufs.

Passt der Beruf zu dir?

Die Ausbildung als Metallbauer – Fachrichtung Konstruktionstechnik (m/w/d) ist besonders geeignet, wenn du gern praktisch arbeitest, dich für Technik interessierst und sichtbare Ergebnisse deiner Arbeit schätzt. Du solltest Freude daran haben, Werkstoffe zu bearbeiten, technische Zeichnungen zu verstehen und Bauteile präzise herzustellen. Auch Teamarbeit ist wichtig, denn viele Konstruktionen entstehen durch das Zusammenspiel verschiedener Fachkräfte.

Du solltest außerdem bereit sein, körperlich aktiv zu sein und Sicherheitsvorschriften konsequent einzuhalten. Nicht alle Aufgaben finden in einer Werkstatt statt: Montagearbeiten können Einsätze auf Baustellen und wechselnde Arbeitsbedingungen mit sich bringen. Wenn du sorgfältig arbeitest, räumlich denken kannst und gern Probleme praktisch löst, bietet dir der Beruf eine vielseitige handwerklich-technische Ausbildung.

Vor der Bewerbung lohnt es sich, ein Praktikum zu absolvieren und mehrere Ausbildungsbetriebe miteinander zu vergleichen. Achte dabei auf die Tätigkeitsbereiche, die Betreuung während der Ausbildung, die Ausstattung der Werkstatt und die angebotenen Weiterbildungsmöglichkeiten. So kannst du besser einschätzen, ob der Beruf und der jeweilige Betrieb zu deinen Interessen und beruflichen Zielen passen.

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