Die Ausbildung zum Technischen Systemplaner – Fachrichtung Elektrotechnische Systeme (m/w/d) verbindet technisches Zeichnen, Elektrotechnik und digitale Konstruktion. Technische Systemplaner:innen erstellen am Computer detaillierte Pläne und technische Unterlagen für elektrische, energie- und informationstechnische Anlagen. Dabei arbeiten sie mit CAD-Programmen und setzen technische Vorgaben in präzise Zeichnungen und digitale Modelle um.
Der Beruf ist besonders für Schüler:innen interessant, die sich für Elektrotechnik, technische Systeme, Computer und genaues Zeichnen interessieren. Die Fachrichtung kommt unter anderem bei der Planung von Elektroinstallationen in Gebäuden, energie- und informationstechnischen Anlagen sowie technischen Einrichtungen zum Einsatz.
Die Ausbildung ist ein anerkannter dualer Ausbildungsberuf und dauert dreieinhalb Jahre. Sie findet im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt. Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis werden häufig Bewerber:innen mit mittlerem Bildungsabschluss oder Hochschulreife eingestellt.
Technische Systemplaner:innen der Fachrichtung Elektrotechnische Systeme erstellen technische Zeichnungen und Unterlagen für die Herstellung, Montage und den Betrieb energie- und informationstechnischer Systeme und Anlagen. Grundlage sind beispielsweise Vorgaben von Ingenieur:innen, Planer:innen, Kund:innen oder anderen technischen Fachkräften.
Ein großer Teil der Arbeit findet am Computer statt. Mit CAD-Software entstehen Entwürfe, Detailpläne, Stromlaufpläne, Schaltpläne und Verkabelungspläne. Dabei müssen Maße, technische Angaben und Normen genau eingehalten werden. Die Zeichnungen dienen später unter anderem als Grundlage für Fertigung, Montage und Inbetriebnahme.
Neben der eigentlichen Konstruktion erstellen Technische Systemplaner:innen auch technische Dokumentationen. Dazu können beispielsweise Stücklisten, Bestückungspläne, Arbeitsunterlagen oder Bedienungsanleitungen gehören. Sie führen außerdem fachspezifische Berechnungen durch und stimmen ihre Planungen mit anderen Beteiligten ab.
Der klassische Arbeitsplatz befindet sich überwiegend in Büro- und Besprechungsräumen. Je nach Unternehmen kommen auch Baustellen, technische Anlagen oder Kundentermine als Arbeitsorte hinzu. Durch digitale Arbeitsweisen ist teilweise auch mobiles Arbeiten möglich.
Für die Ausbildung zum Technischen Systemplaner – Fachrichtung Elektrotechnische Systeme (m/w/d) ist gesetzlich kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Ausbildungsbetriebe legen ihre Auswahlkriterien selbst fest. In der Praxis haben viele Auszubildende einen mittleren Bildungsabschluss oder die Hochschulreife.
Wichtig sind vor allem technisches Verständnis, räumliches Vorstellungsvermögen und mathematische Fähigkeiten. Da technische Zeichnungen sehr präzise sein müssen, spielt auch Sorgfalt eine zentrale Rolle. Kleine Fehler bei Maßen, Leitungsverläufen oder technischen Angaben können sich später auf die Umsetzung einer Anlage auswirken.
Auch der Umgang mit digitalen Werkzeugen sollte Freude bereiten. CAD-Programme und andere Software gehören zum täglichen Arbeitsmittel. Wer sich außerdem für elektrische Systeme interessiert und gerne systematisch nach technischen Lösungen sucht, bringt gute Voraussetzungen für die Ausbildung mit.
Die Ausbildung zum Technischen Systemplaner – Fachrichtung Elektrotechnische Systeme (m/w/d) dauert 3,5 Jahre und wird dual durchgeführt. Die praktischen Kenntnisse werden im Ausbildungsbetrieb vermittelt. Ergänzend besucht der:die Auszubildende eine Berufsschule, in der fachtheoretische und allgemeinbildende Inhalte vermittelt werden.
Technische Systemplaner:innen können ihre Ausbildung in drei Fachrichtungen absolvieren: Elektrotechnische Systeme, Stahl- und Metallbautechnik sowie Versorgungs- und Ausrüstungstechnik. Die Fachrichtung Elektrotechnische Systeme konzentriert sich auf elektrotechnische sowie energie- und informationstechnische Anlagen.
Die Ausbildungsinhalte werden im Verlauf der dreieinhalb Jahre zunehmend anspruchsvoll. Zunächst stehen Grundlagen der Arbeitsorganisation, technischen Kommunikation und Konstruktion im Vordergrund. Später kommen komplexe CAD-Konstruktionen, Berechnungen, technische Dokumentationen und die Planung konkreter elektrotechnischer Systeme hinzu.
Die Ausbildungsdauer beträgt dreieinhalb Jahre. Während der betrieblichen Ausbildungsphasen lernen Auszubildende den praktischen Umgang mit technischen Planungs- und Konstruktionsaufgaben. Sie arbeiten mit CAD-Systemen, erstellen Zeichnungen und lernen die technischen Anforderungen realer Projekte kennen.
In der Berufsschule werden unter anderem technische, mathematische und wirtschaftliche Grundlagen vermittelt. Dazu gehören auch Themen wie Arbeitsplanung, Qualitätssicherung, Sicherheit und Gesundheitsschutz, Umweltschutz sowie der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechniken.
Die Ausbildung endet mit einer gestreckten Abschlussprüfung. Diese besteht aus Teil 1 und Teil 2, die zeitlich voneinander getrennt durchgeführt werden. Die konkrete Prüfungsorganisation richtet sich nach der geltenden Ausbildungsordnung und den zuständigen Industrie- und Handelskammern.
Ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung ist die Verbindung von Elektrotechnik und digitaler Konstruktion. Technische Systemplaner:innen müssen deshalb nicht nur technische Zusammenhänge verstehen, sondern diese auch präzise in digitalen Planungsunterlagen darstellen können.
Das Gehalt beim Technischen Systemplaner – Fachrichtung Elektrotechnische Systeme (m/w/d) hängt während der Ausbildung unter anderem vom Ausbildungsbetrieb, der Branche und einer möglichen Tarifbindung ab. Deshalb gibt es keinen einheitlichen Vergütungsbetrag, der für alle Auszubildenden gilt.
Die Bundesagentur für Arbeit nennt für den Ausbildungsberuf Technische:r Systemplaner:in beispielhafte monatliche Ausbildungsvergütungen. Diese können sich je nach Ausbildungsbetrieb und Ausbildungsbereich unterscheiden. Die Fachrichtung Elektrotechnische Systeme wird dabei gemeinsam mit den anderen Fachrichtungen des Ausbildungsberufs betrachtet.
| Ausbildungsjahr | Beispielhafte monatliche Vergütung |
|---|---|
| 1. Jahr | etwa 724 bis 1.373 € |
| 2. Jahr | etwa 854 bis 1.418 € |
| 3. Jahr | etwa 977 bis 1.489 € |
| 4. Jahr | etwa 1.014 bis 1.563 € |
Da die Ausbildung dreieinhalb Jahre dauert, umfasst das vierte Ausbildungsjahr nur das letzte halbe Ausbildungsjahr. Die genannten Beträge sind Orientierungswerte und keine garantierte Vergütung. Entscheidend ist der konkrete Ausbildungsvertrag. Tarifgebundene Unternehmen können beispielsweise andere Vergütungssätze vorsehen.
Nach der Ausbildung hängt das Einkommen von der ausgeübten Tätigkeit, dem Arbeitgeber, der Region, der Berufserfahrung und der Tarifbindung ab. Für Technische Systemplaner:innen der Fachrichtung Elektrotechnische Systeme weist der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit aktuell ein Medianentgelt von 4.029 Euro brutto im Monat für Vollzeitbeschäftigte aus. Dabei handelt es sich nicht um ein Einstiegsgehalt, sondern um einen statistischen Median für Beschäftigte der entsprechenden Berufsgattung.
Mit zunehmender Berufserfahrung können sich die Aufgaben und damit auch die Verdienstmöglichkeiten verändern. Wer beispielsweise komplexe elektrotechnische Systeme plant, zusätzliche Verantwortung übernimmt oder sich auf bestimmte digitale Planungsmethoden spezialisiert, kann andere Gehaltsbedingungen vorfinden als Berufseinsteiger:innen.
Auch eine Tätigkeit in einem Ingenieur- oder Planungsbüro kann sich hinsichtlich der Vergütung von einer Beschäftigung in einem Industrieunternehmen unterscheiden. Eine allgemeingültige Aussage zum individuellen Einstiegsgehalt ist deshalb nicht möglich.
Die Karriere als Technische:r Systemplaner:in kann nach der Ausbildung in unterschiedliche technische Fachbereiche führen. Möglich sind beispielsweise Tätigkeiten in der Elektroplanung, technischen Konstruktion, Projektunterstützung oder Dokumentation. Mit Berufserfahrung können auch anspruchsvollere Planungs- und Koordinationsaufgaben übernommen werden.
Die Digitalisierung spielt für die Zukunft des Berufs eine wichtige Rolle. CAD-Systeme, digitale Gebäudemodelle, dreidimensionale Konstruktionen und automatisierte Planungsprozesse verändern die Arbeitsweise in Ingenieur- und Planungsbüros. Auch die sichere Verarbeitung digitaler Daten gewinnt an Bedeutung.
Darüber hinaus steigt die Bedeutung moderner Energie- und Gebäudetechnik. Energieeffiziente Anlagen, intelligente Gebäudesysteme, erneuerbare Energien und eine zunehmend digital vernetzte technische Infrastruktur schaffen neue Anforderungen an die Planung elektrotechnischer Systeme.
Unter entsprechenden Voraussetzungen kann nach der Ausbildung auch ein Studium aufgenommen werden. Je nach persönlichem Bildungsweg kommen beispielsweise Elektrotechnik, Energietechnik, Automatisierungstechnik oder verwandte technische Studienrichtungen infrage.
Die Ausbildung zum Technischen Systemplaner – Fachrichtung Elektrotechnische Systeme (m/w/d) kann für Schüler:innen interessant sein, die Technik und digitale Arbeit miteinander verbinden möchten. Besonders wichtig sind Interesse an Elektrotechnik, mathematisches Verständnis, räumliches Vorstellungsvermögen und eine sorgfältige Arbeitsweise.
Der Beruf eignet sich außerdem für Menschen, die gerne mit CAD-Programmen arbeiten und technische Lösungen detailliert planen. Anders als bei vielen handwerklichen Elektroberufen steht nicht die praktische Installation selbst im Mittelpunkt, sondern vor allem die Planung, Konstruktion und Dokumentation elektrotechnischer Systeme.
Wer sich für Strom- und Energiesysteme, digitale Konstruktion, technische Zeichnungen und moderne Anlagen interessiert und gleichzeitig gerne strukturiert am Computer arbeitet, findet in diesem anerkannten dualen Ausbildungsberuf ein vielseitiges technisches Tätigkeitsfeld. Die anschließenden Weiterbildungs- und Studienmöglichkeiten eröffnen zusätzliche Wege für die berufliche Spezialisierung.
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